Kurz gesagt
Die DIN 18104 legt Anforderungen und Prüfungen für mechanische Nachrüstprodukte zum Einbruchschutz an Fenstern und Türen fest. Teil 1 betrifft aufschraubbare Produkte wie Zusatzschlösser und Querriegel, Teil 2 im Falz liegende Produkte wie Pilzkopfzapfen und Sicherheitsschließbleche. Die Angabe bezieht sich auf das Produkt, nicht auf die ganze Tür: Wirksam wird sie erst bei passendem Untergrund und fachgerechter Montage.
Teil 1 und Teil 2 im Überblick
| Teil | Produkte | Beispiele |
|---|---|---|
| DIN 18104-1 | aufschraubbare Nachrüstprodukte | Zusatzschlösser für Türen und Fenster, Querriegel und Panzerriegel, Bandseitensicherungen |
| DIN 18104-2 | im Falz eingelassene Nachrüstprodukte | Pilzkopfzapfen, Sicherheitsschließbleche, abschließbare Fenstergriffe als Teil des Systems |
Was die Norm sagt und was nicht
- Sie sagt: Das Produkt hat definierte Belastungen und Prüfungen bestanden.
- Sie sagt nicht: dass Ihre Tür oder Ihr Fenster nach der Montage einbruchhemmend im Sinne einer geprüften Widerstandsklasse ist.
- Sie setzt voraus: dass das Produkt für das jeweilige Bauteil geeignet ist und nach Herstellervorgaben montiert wird.
Nachrüstung oder neue Sicherheitstür?
Ganze Türen und Fenster werden nach DIN EN 1627 in Widerstandsklassen eingestuft. Wer eine neue Wohnungs- oder Haustür kauft, kann auf eine solche Klasse achten. Für vorhandene Türen sind geprüfte Nachrüstprodukte nach DIN 18104 der übliche Weg. Polizeiliche Beratungsstellen empfehlen beides, je nach Situation.
Wie wir damit umgehen
Bei geeigneten Nachrüstungen verwenden wir geprüfte Produkte, prüfen vor der Montage Türblatt, Rahmen und Mauerwerk und montieren nach den Vorgaben des Herstellers. Wenn der Untergrund ein Produkt nicht trägt, sagen wir das. Mehr unter Einbruchschutz in Nürnberg.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich ein geprüftes Produkt?
An der Angabe auf Verpackung oder Produktdatenblatt, oft zusammen mit einem Prüfzeichen. Im Zweifel fragen Sie nach dem Prüfnachweis.
Verlangt die Versicherung geprüfte Produkte?
Manche Tarife oder Förderprogramme setzen geprüfte Produkte und fachgerechte Montage voraus. Lesen Sie die Bedingungen oder fragen Sie nach.
